Aus dem Leben eines Lesers

Nachtbibliothekar

  • Naomi Alderman erklärt den November zum Lesemonat und hat gleich ein paar Tipps parat, wie man das Bücherlesen in den Alltag integrieren kann. Sehr schön.
    Dazu gehört zum Beispiel das Lesen von Büchern in der Bahn. Bei längeren Fahrten schaffe ich das auch, bei einer Fahrt von 10 Minuten lohnt es sich hingegen kaum. Grund: Ich muss jedesmal meine Brille wechseln. Zum Lesen brauche ich meine Lesebrille, für alles andere meine Weitsichtbrille – sonst bin ich blind.

    Sie empfiehlt zudem die Lektüre der Shortlist für den diesjährigen Booker Prize. Lustigerweise lese ich mich gerade durch diese Shortlist. Bis zur Preisvergabe am 10. November werde ich allerdings kaum alle sechs nominierten Bücher schaffen.

  • Notwendig: Vertrauen in das Medium Buch. Kaum ein anderes Medium hat sich so beständig gezeigt. Kein anderes Medium entspricht so sehr unserer Seele, die eben nicht schnell ist, die Zeit braucht und die Struktur der geschriebenen Sprache. Die Stille der Bücher ist freundlich und nah. Bücher sind einfach gut darin, Bücher zu sein. Etwas anderes wollen und sollen sie nicht sein.

    Ohne Vertrauen ins Buch braucht es keine Bibliotheken mehr.

  • Das Literaturhaus Hamburg hat seit heute eine neue Buchhandlung. Natürlich musste ich kurz »Hallo!« sagen. Buchhandlungen überleben nur, wenn man bei ihnen Bücher kauft. Deshalb habe ich jetzt zwei neue Bücher im Regal.

    Viel Erfolg, liebe Can Mayaoglu, mit Deiner neuen Buchhandlung.

  • Darf man in einer Bibliothek singen?

  • »Louisa wasn’t going to permit the metaphor success. She prided herself on her reading — the reason, of course, that her mother had chosen to express herself this way. ”Books don’t change characters in every chapter,” she interrupted, after having suffered in silence for what seemed like a very long time. ”Books keep the same characters in all the chapters. That’s what makes it a book.“«

    Susan Choi: Flashlight.- London: Jonathan Cape, 2025. – ISBN 978-1-787-33512-7. – Seite 139