Der Schweizer Kampa-Verlag wagt sich an eine Neuedition der Werke von Jorge Luis Borges. Gerade erschienen ist der erste von insgesamt vier geplanten Bänden mit sämtlichen Erzählungen von Borges. Maximilian Mengeringhaus stellt den Band in der Sendung »Büchermarkt« des Deutschlandfunks vor. Dabei spricht er u.a. auch mit dem Übersetzer Gisbert Haefs. Hörenswert, auch in Bezug auf die wechselvolle Übersetzungs- und Editionsgeschichte in Deutschland.
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Zur Hälfte gelesen. Je länger ich lese, desto ärgerlicher werde ich. Was für eine schwule Selbstgeißelung hohler Charaktere! Ich wünsche mir, dass Douglas Stuart noch eine Wendung hinbekommt, befürchte allerdings das Gegenteil.
Zudem: Was für ein alberner Blurb auf der deutschen Ausgabe (die vor dem englischen Original erschienen ist):»Ein Roman, wie er nur alle zehn, fünfzehn Jahre vorkommt.«
Daniel SchreiberNein, lieber Herr Schreiber, so schlechte Romane erscheinen jeden Monat.
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23. April 2026. Welttag des Buches. Ich lese ein Buch. Das ist alles.
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Langsames Ankommen auf der Insel des Hauptprotagonisten Cal. Eingeblendet kurze Erinnerungen an seine Zeit in Edinburgh samt sexueller Eskapaden. Wiedersehen mit seinem alten Schulfreund Doll Macdonald und schließlich seiner Großmutter Ella, die eben nicht die lilafarbenen Füße hat, wie Cals Vater am Telefon angekündigt hatte. Tatsächlich ist bis zur Seite 100 nicht wirklich viel geschehen. Gemächliches Erzählen in »John of John«.
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Sonntagabend ist ein guter Moment die Lektüre eines neuen Buches zu beginnen. So geschehen gestern Abend: »John of John« von Douglas Stuart in der deutschen Übersetzung von Sophie Zeitz. Merkwürdigerweise erscheint die deutsche Übersetzung VOR dem englischen Original, das erst Anfang Mai in die Buchhandlungen kommt.
Wenn ich es in Deutsch mag, kann ich mich ja immer noch an das englische Original wagen, wobei auf den ersten Seiten schon viel Gälisch gesprochen wird. Wie das wohl im Original gelöst ist?
Auf den ersten Seiten begleite ich Cal, der von seinem Vater nach Hause zurückgerufen wird, weil seine Großmutter mütterlicherseits schwer erkrankt ist. Zuhause ist in diesem Fall die Insel Harris, die zu den Hebriden gehört. Karg, windig, schroff.
Das Setting erinnert mich sowohl an »The Boy from the Sea« von Garrett Carr wie auch an »Seascraper« von Benjamin Wood. Die Geschichte hingegen unterscheidet sich deutlich. Es entwickelt sich vermutlich eine Vater-Sohn-Geschichte, die beide ein Geheimnis vor einander haben. Und womöglich haben beide eine Vorliebe für Männer.
Schöne Lesewoche!
