Aus dem Leben eines Lesers

  • »The exact ratio of factors is yet to be agreed, but one thing is certain: the whale is bad news. It points its finger in accusation. No one is innocent in the whale’s unblinking eyes. You, declares the whale, are morally, spiritually and ecologically bankrupt. The whale is alive, but only just about.«

    Oisín McKenna: Evenings and Weekends. – New York (u.a.) : Mariner Books, 2024. – ISBN 978-0-06-331997-4. – Seite 2

  • Der Schweizer Kampa-Verlag wagt sich an eine Neuedition der Werke von Jorge Luis Borges. Gerade erschienen ist der erste von insgesamt vier geplanten Bänden mit sämtlichen Erzählungen von Borges. Maximilian Mengeringhaus stellt den Band in der Sendung »Büchermarkt« des Deutschlandfunks vor. Dabei spricht er u.a. auch mit dem Übersetzer Gisbert Haefs. Hörenswert, auch in Bezug auf die wechselvolle Übersetzungs- und Editionsgeschichte in Deutschland.

  • Zur Hälfte gelesen. Je länger ich lese, desto ärgerlicher werde ich. Was für eine schwule Selbstgeißelung hohler Charaktere! Ich wünsche mir, dass Douglas Stuart noch eine Wendung hinbekommt, befürchte allerdings das Gegenteil.

    Zudem: Was für ein alberner Blurb auf der deutschen Ausgabe (die vor dem englischen Original erschienen ist):

    »Ein Roman, wie er nur alle zehn, fünfzehn Jahre vorkommt.« 

    Daniel Schreiber

    Nein, lieber Herr Schreiber, so schlechte Romane erscheinen jeden Monat.

  • 23. April 2026. Welttag des Buches. Ich lese ein Buch. Das ist alles.

  • Langsames Ankommen auf der Insel des Hauptprotagonisten Cal. Eingeblendet kurze Erinnerungen an seine Zeit in Edinburgh samt sexueller Eskapaden. Wiedersehen mit seinem alten Schulfreund Doll Macdonald und schließlich seiner Großmutter Ella, die eben nicht die lilafarbenen Füße hat, wie Cals Vater am Telefon angekündigt hatte. Tatsächlich ist bis zur Seite 100 nicht wirklich viel geschehen. Gemächliches Erzählen in »John of John«.