Aus dem Leben eines Lesers

Zitate

  • »Liebte ich das Lesen, weil es leise war und ich mich erinnerte an meine Mutter? Konnte ich Bücher hören? Hörte ich in den Büchern mehr als in den Stimmen? Meine Mutter las nicht, sie las nicht gerne. Sie war keine Leserin, auch keine Vorleserin. Konnte sie darum den leisen Vater nicht hören? Bloß den lautstarken, der auch zuletzt in der Lautstärke war, im Gefechtslärm auf einem Feld vor der Häuserzeile von Latanzy, und dort starb und liegen gelassen wurde als einer von vielen Sterbenden und Liegengelassenen – hörte sie nur den Lautstarken, nur Lautstärke, also nicht?«

    – Peter Waterhouse: Z Ypsilon X. – Berlin : Matthes & Seitz, 2025. – 1554 S. (3 Bände) – ISBN 978-3-7518-0040-1. – Band 1: Z, S. 58-59

  • »Louisa wasn’t going to permit the metaphor success. She prided herself on her reading — the reason, of course, that her mother had chosen to express herself this way. ”Books don’t change characters in every chapter,” she interrupted, after having suffered in silence for what seemed like a very long time. ”Books keep the same characters in all the chapters. That’s what makes it a book.“«

    Susan Choi: Flashlight.- London: Jonathan Cape, 2025. – ISBN 978-1-787-33512-7. – Seite 139