Es ist eine meiner ältesten Anlaufstellen in der Blogosphäre / im Bibliointernet: Das Leipziger Bücherlei. Diese grandiose Wundertüte, in der ich mich für Stunden verlieren kann: Notate, Miszellen, Zitate, Tagebuch und vieles mehr. Leider hat der Betreiber Markus aufgrund von technischen Problemen Teile seines Angebots nun offline genommen. Das hat auf Mastodon Reaktionen des Bedauerns ausgelöst – auch bei mir. Dadurch entwickelte sich ein kurzer Austausch und es freut mich sehr, einen Bruder im Geiste in Leipzig getroffen zu haben. Trost und Zuversicht für Dich, lieber Markus, und für uns, denn immerhin gibt es jetzt das Einsammelbuch – Miszellen eines Monomanen und ich kann mich wieder für Stunden im Internet verlieren. Tut es mir gerne nach. Danke!
Im Zuge des Austausch habe ich dann wieder spannende Blogs kennengelernt, die ich hier verlinke und empfehle:
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Die Nachwehen meiner OP und die Erkältung haben meine Lektüren ein wenig durcheinander gebracht. Den zweiten, umfangreichsten Teil von »Z Ypsilon X«, der Band »Ypsilon«, lege ich zunächst beiseite. Diese Lektüre erfordert eine andere Art der Konzentration.
Als Zwischenspiel dann den ersten Band der Gereon-Rath-Reihe von Volker Kutscher, als Vorbereitung für ein umfangreicheres Vorhaben.
Seit dem vergangenen Wochenende nun »Das Lied von Storch und Dromedar« der niederländischen Autorin Anjet Daanje. Die Übersetzung von Ulrich Faure ist wunderbarerweise für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Die ersten hundert Seiten ein Leserausch, wenn auch finster. Es ist die fiktionalisierte Biographie von Emily Brontë. Eindringlich wird zum Beispiel die Arbeit einer Leichenwäscherin geschildert. Es ist erschreckend, wie alltäglich gestorben wird. Typhus und Tuberkulose töten qualvoll – auch Eliza May Drayden, die fiktionalisierte Romanfigur der Emily Brontë.Dennoch: Schön, wieder unter den Lesenden zu sein.
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»Sie liest bis spät in die Nacht, und je mehr Bücher sie heimlich verschlingt, desto mehr findet sie wieder zu sich selbst zurück. Sie hatte vergessen, wie es ist, sich größer zu fühlen, als man ist, sich so weit in andere hineinzuversetzen, als würde ihr Kopf auch den der anderen umfassen. Armer Daniel, so klug er auch sein mag, er kann sich nur mit der Wirklichkeit auseinandersetzen, was darüber hinaus existiert, sind für ihn bloß triviale Erfindungen, aber genau da, in dieser unendlichen Welt der Dichtung, wartet die Frau auf ihn, nach der er sucht.»
– Anjet Daanje: Das Lied von Storch und Dromedar : Roman. – Aus dem Niederländischen von Ulrich Faure. – Berlin : Friedenauer Presse, 2025. – ISBN 978-3-7518-0641-1 – Seite 106
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Neunter Tag nach der Operation. Wunde heilt weiter vor sich hin, Schmerzen sind kaum noch da. Dafür habe ich seit dem vergangenen Wochenende eine Erkältung. Dabei wie immer einen vernebelten Kopf, Lesen kaum möglich. Stattdessen Krimis als Hörbuch. Immerhin. Goodreads meckert rum, dass ich bereits mit zwei Büchern im Hintertreffen bin, will ich meine »Reading Challenge« nicht verpassen.
Ja, wenn ich die Erkältung erfolgreich aus dem Kopf gezogen haben, passen da auch wieder gelesene Buchstaben rein. Hoffentlich.
Nächste Woche dann ein hoffentlich spannender Termin. Und Waterhouse wartet geduldig. -
Dritter Tag nach Operation. Viel Schlaf, viel liegen, kaum Schmerzmittel. Zum Lesen noch nicht wieder fähig, vielleicht heute.
