Die Nachwehen meiner OP und die Erkältung haben meine Lektüren ein wenig durcheinander gebracht. Den zweiten, umfangreichsten Teil von »Z Ypsilon X«, der Band »Ypsilon«, lege ich zunächst beiseite. Diese Lektüre erfordert eine andere Art der Konzentration.
Als Zwischenspiel dann den ersten Band der Gereon-Rath-Reihe von Volker Kutscher, als Vorbereitung für ein umfangreicheres Vorhaben.
Seit dem vergangenen Wochenende nun »Das Lied von Storch und Dromedar« der niederländischen Autorin Anjet Daanje. Die Übersetzung von Ulrich Faure ist wunderbarerweise für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Die ersten hundert Seiten ein Leserausch, wenn auch finster. Es ist die fiktionalisierte Biographie von Emily Brontë. Eindringlich wird zum Beispiel die Arbeit einer Leichenwäscherin geschildert. Es ist erschreckend, wie alltäglich gestorben wird. Typhus und Tuberkulose töten qualvoll – auch Eliza May Drayden, die fiktionalisierte Romanfigur der Emily Brontë.
Dennoch: Schön, wieder unter den Lesenden zu sein.
